Ich packe meinen Koffer und nehme mit

Direkt zu Beginn 2 Erkenntnisse. Backpacks sind kleiner als man vermutet und man sollte seine Sachen möglichst ohne Kater packen. Nunja, Diese Abschiedspartys haben ja nun erstmal ein Ende. Nachdem ich die letzten 2 Stunden damit verbracht habe, sämtliche Sachen irgendwie in meinen Rucksack zu quetschen, bin ich nun soweit bereit. Da dieser Backpack samt Inhalt die nächsten Jahre meines Lebens bestimmen wird, will ich mir in diesem Beitrag die Zeit nehmen zu erläutern, was genau ich mitnehme und dabei auch auf die Gründe hierfür eingehen.

Falls du keine Lust hast die die Liste komplett anzuschauen, hier eine kleine Info: Morgen gehts gegen 12 Uhr Mittags los. Meine Mutter wird mich an an einen Autobahnrastplatz fahren und von dort werde ich nach München trampen. Das ganze sind ca 500 km, ich rechne also damit gegen Abend anzukommen. In München will ich ungefähr eine Woche lang bleiben und im Anschluss gehts nach Ungarn. Wo ich in München unterkomme? Bei ein paar Freunden die dort wohnen, also zum Anfang erstmal alles ganz easy 😉

Hier die Liste:

 

  • Natürlich brauchen wir ein paar Kleider. Nicht so viel wie ein gewöhnlicher Reisender, damit besser ins Klischee des stinkenden Backpackers passe, aber a ein paar Klamotten machen dann das Trampen doch ein weniger einfacher…und ein bisschen unheimlicher. Ich habe 2 lange Hosen, 3 kurze Hosen, 7 Unterhosen und Socken (ja Witzbold, Paare.), eine dünne Regenjacke, eine Badehose, einen Vlies Pullover, eine Jeansjacke und ein schwarzes Hemd (falls ich denn mal auf eine Hochzeit eingeladen werde oder an der Grenze zu Amerika etwas seriöser wirken will. Und ganz wichtig. Eine bequeme Hose – Mein Favorit ganz klar diese weiten Nepal Hosen.
  • Notdürftig etwas Essen. Falls es denn mal wieder länger dauert. Meine Wahl fällt hier auf Toast und Erdnussbutter. Warum? Toast lässt sich ganz einfach auf die Größe eines Geldbeutels zusammendrücken und Erdnussbutter enthält alle wichtigen Vitamine. Ja, das ist nicht ernst gemeint.
  • Einen Hygiene-Beutel (irgendwie fühlt es sich ironisch an, dieses Wort zu benutzen), der alle wichtigen Dinge wie eine Bart Bürste und Bart Öl, aber auch ein paar weniger wichtige Sachen wie Zahnbürste und Shampoo enthält.
  • Einen multi USB Hub – Weil mehrere Sachen gleichzeitig aufzuladen einfach Bock macht.
  • Eine Hängematte und ein paar Bänder, um das ganze zu befestigen. Und für den Fall, dass es irgendwann doch auf “Fifty Shades of Grey” hinausläuft, können ein paar Seite und Knoten sicher auch nicht schaden.
  • Einen Laptop. Definitiv das einzige, das ich gerne daheim lassen würde. Einfach wegen seines Gewichts. Aber mal ehrlich – Bloggen auf einem Handy kann man niemandem zumuten. Außerdem erwarte ich, mein Handy sowieso relativ zeitnah kaputt zu machen.
  • Karten. Landkarten? Quatsch, sowas braucht doch kein Mensch. Spielkarten! Ich liebe Kartentricks und falls du mich mal irgendwann auf meinem Trip besuchen kommst, werd ich dich mit ein paar Tricks beeindrucken und dich anschließend um ein paar Getränke erleichtern.
  • Einen Wäschesack. Ich mag vielleicht wie ein zerzauster Hobo aussehen, ein wenig Ordnung im Rucksack schadet jedoch nie.
  • Eine Powerbank. Was für eine tolle Welt in der wir mittlerweile leben. Ich kann man Handy ganze 7 Mal aufladen – das freut die Mama, da ich so auch ohne Strom recht lange erreichbar sein kann.
  • Ein Schweitzer Taschenmesser, Reisebesteck und eine Taschenlampe. Einfach wegen den Produktvorschlägen bei amazon. Schätze das Problem kennt jeder.
  • Einen dicken schwarzen Edding für meine Tramp-Schilder
  • Der gute alte Reisepass. Falls man nicht wie dieser Idiot aus ‘Into the wild’ enden will, ist ein Pass wohl immer eine gute Idee.
  • Eine Decke, die sich zu einem Kissen umwandeln lasst. Unglaublich, oder?
  • Toilettenpapier schadet nie.
  • Einen Fön. Ehrlich gesagt keine Ahnung warum ich einen Fön eingepackt habe. Verdammt, den sollte ich hier lassen.
  • Eine Sturmmaske. Falls ich irgendwann zu Bankraub übergehen muss.
  • Kabelbinder. Wie gesagt, Bankraub.
  • Eine tragbare Musikbox – Musik war für mich auf meinen Reisen immer ein sehr wichtiger Aspekt. Und wenn man mal wieder länger an der Straße steht und kein Glück hat, macht ein wenig Musik immer wieder schnell happy.
  • Einen Schlafsack und ein Zelt. Beides ziemlich basic, klein und leicht.
  • Ein Mikrofaser-Handtuch. Normale Handtücher trocknen zu langsam und glaubt mir, das ganze fängt dann sehr sehr schnell an zu stinken.
  • Ein kleines Tagebuch, um meine Gedanken und Namen festzuhalten.
  • Ein bisschen ‘Just in Case‘ Tabak, Pflaster ein paar andere übliche Sicherheitsprodukte.

Das wars, das ist mein Backpack. Hoffentlich hab ich nichts wichtiges vergessen. Ihr werdet wieder Mitte/Ende nächster Woche von mir hören. Dann aus München und dann auch endlich mit den ersten ‘richtigen’ Reisegeschichten.

Mein Abenteuer ist gerade dabei zu starten!